Bootstour, Kuh-Safari und zwei Freizeitparks – Unser Wochenende in Ost-Holland

Wir hatten das Glück, letztes Wochenende mit mehreren Familien in Holland zu verbringen. Und obwohl wir diesmal nicht am Meer waren, sondern im ländlich geprägten Vechtetal im Osten Hollands, haben wir das Meer überhaupt nicht vermisst. Rund um Ommen, Almelo und Slagharen gibt es so viel zu erleben, dass wir noch nicht mal zum Schwimmen im Schwimmbad gekommen sind. Besonders zu empfehlen für einen Trip mit Kindern: Die Bootstour mit anschließender Kuh-Safari. 

Übernachtet haben wir auf dem Fünf-Sterne-Campingplatz „De kleine Wolf“ und dieser Platz hat uns von Anfang an begeistert. Absolut ruhig und ländlich gelegen und ausgestattet mit Schwimmbad, Minigolf-Anlage und 25 (!) Spielplätzen für Kindern. Übernachtet haben wir in einem schicken Holzhaus, einer sogenannten „Oehoelodge“. Mein Sohn war direkt von dem Hochbett begeistert und wir von der hochwertigen Ausstattung mit schöner Terrasse, Spülmaschine und der gemütlichen Atmosphäre. Ein bisschen wie im Afrika-Urlaub fühlt man sich in dieser Lodge und mit Safari-Feeling ging es dann auch am nächsten Morgen weiter.

Auf dem Programm stand eine Kuh-Safari. Simone Koggel vom Bauernhof Vechtalhoeve nahm uns mit in ihrem großen roten Planwagen. Es ging ab über die Kuhweide, ganz dicht ran an Kälbchen, Kühe und Stier. Simone hat früher als Tierarzthelferin gearbeitet und bietet jetzt die Kuh-Safari für Touristen aber auch Businessleute an. Sie weiß alles über ihre brandroten Kühe und hat uns mit ihrer Begeisterung richtig angesteckt. Wir wussten zum Beispiel vorher nicht, dass jede Kuhherde eine Königin hat und dass sich am Horn einer Kuh ablesen lässt, wie oft diese schon schwanger war. Mein Sohn und alle anderen Kindern durften gemeinsam mit Simone vorne sitzen und den Hanomag steuern – eines der großen Highlights dieses Tages!

Dann ging es im Boot über die Vechte. Auch hier durften wir wieder selbst fahren und die Kinder (mit Erwachsenenbegleitung natürlich) ran ans Steuer. Kann es für einen Vierjährigen etwas Schöneres geben? Nach den strahlenden Augen zu urteilen glaube ich nicht. Die Boote gehören übrigens zur Rederij Peters.

Als es dann Zeit fürs Mittagessen wurde, machten wir uns auf den Weg nach Hardenberg zum Restaurant De Rheezerbelten. Hier gibt es Pfannkuchen in allen Variationen, für die Kinder entweder mit einem Clown- oder Nijntje-Gesicht aus Puderzucker. Ich habe den Pfannkuchen des Monats bestellt, mit frischem Spargel, Schinken und Eiersalat. Hmmm, sehr lecker und so groß, dass man hier wirklich mehr als satt wird. Besonders schön fand ich die Außenterrasse und die Einrichtung und Dekoration im Restaurant. Ach, die Holländer haben es einfach drauf mit der Deko …

 

Weiter ging es dann zum Indoor-Spielzentrum und Hotel Preston Palace nach Almelo. Schon bei der Ankunft habe ich gedacht: „Wow, das hier sieht alles aus wie in den USA“. Der Gebäudekomplex von draußen und auch die Atmosphäre drinnen erinnert an die großen Hotels und Vergnügungstempel in Las Vegas. Und das ist von den Betreibern auch so gewollt. Das Konzept: Im Preston Palace ist alles unter einem Dach und alles inklusive. Bowling, Minigolf, Schwimmbad, Essen, Kino und sogar das Bier an der Theke. Wer das geballte Vergnügen sucht, ist hier also richtig. Das Hotelgebäude war übrigens früher ein Krankenhaus und feiert dieses Jahr sein 25jähriges Bestehen als All-inklusive-Hotel. Vor allem Familien und Vereine kommen hier hin.

An jeder Ecke steht eine Eistruhe, aus der sich die Kinder bedienen können. In der Indoor-Kirmes für die Jugendlichen (eine ehemalige Tennishalle) findet sich eine Bar mit Donuts und Muffins und Getränken. Überall muss man einfach nur zugreifen, auch an den Burger-Buffets oder an der Bar in der Ski-Hütte. Unser Sohn kam aus dem Staunen nicht mehr heraus und hat an diesem Tag bestimmt dreimal in die Eistruhe gegriffen.

Wir haben uns dann für eine Runde Minigolf entschieden. Sehr süß, mit was für Schlägern die Niederländer diesen Sport ausüben:

Abends führte uns der Weg ins große Hotel-Buffet-Restaurant. Von diesem Buffet waren wir wirklich beeindruckt, denn es gab alles, was man sich nur vorstellen kann: Fisch, Steaks, Lachs, Garnelen, Salate,Torten in allen Variationen … Unmöglich, das alles zu probieren aber uns hat es super geschmeckt.

Dann ging es zurück auf den Campingplatz nach Ommen. Da es noch nicht dunkel war, sind mein Sohn und ich noch einmal zu dem Ort gegangen, der uns auf dem ganzen Platz am besten gefallen hat: Der aufgeschüttete Strand, der „Playa kleine Wolf“. Ein riesiges rundes Sandareal, mit Wasserspielplätzen, Pumpen und einem Floß in der Mitte des Sees. Ein gigantischer, traumhafter Sandkasten umringt von Sonnenschirmen aus Stroh. Hier hat der Kleine fast eine Stunde seelenruhig gespielt – mit dem Sandspielzeug vor Ort, denn mitgenommen hatten wir keines.

Ich saß währenddessen auf der Bank, lauschte den vielen Vogelstimmen um mich herum und genoss die Ruhe und diesen entspannenden, wunderschönen Moment. Später haben wir dann noch den Papa dazugeholt und sind mit dem Floß über den See geschippert. Neben dem Strand ist übrigens noch ein riesiger Angelteich, wo jeder der will, angeln darf. Es ist schon beeindruckend, was Ost-Holland den Touristen und Familien bietet. Das Meer vermisst man hier wirklich nicht. Viele weitere Infos zu der Region gibt es übrigens unter http://www.das-andere-holland.de

Am Sonntag gab es dann noch einen letzten großen Programmpunkt für uns: Ein Besuch im Freizeitpark Slagharen. Ein gemütlicher, überschaubarer Freizeitpark, ganz im Western-Thema gehalten. Das Angenehme: Selbst an diesem Sonntag bei gutem Wetter mussten wir nirgendwo lange anstehen. Das kennen wir aus deutschen Vergnügungsparks anders. Ich bin Achterbahn-Fan und war schon sehr gespannt auf die erst im April eröffnete Bahn, den neuen Triple-Launch-Coaster „Goldrush“. Und tatsächlich: Die Fahrt war der Hammer. Drei Katapult-Starts, vorwärts, rückwerts, fast 100 km/h schnell inklusive zwei Loopings. 50 Sekunden Adrenalin pur. Ich hatte das Glück ganz vorne in der Bahn zu sitzen und war danach erstmal wie geflasht.

Sohn und Mann haben in der Zeit die Geräte für Kinder ausprobiert und auch da gibt es in Slagharen sehr viel zu entdecken. Der Park hat sich auf Familien mit 4- bis 14-jährigen Kindern spezialisiert, ist also ein richtiger Familienpark. Mein Sohn fand das 4-D Kino toll, die Holzachterbahn und das Propeller-Hubschrauber-Fahrgeschäft für Kinder. Ich fand noch die Wigwams beeindruckend, in denen Gäste hier übernachten können. Sie sind sehr schick eingerichtet, mit Spülmaschine und Flat-TV – und trotzdem ein super Abenteuer für die Familie. Der Park baut gerade an neuen Ferienhäusern auf dem Gelände, die Raccoon-Lodges werden Anfang Juni eröffnet.

Am frühen Nachmittag haben wir uns dann auf den Weg nach Hause gemacht. Schließlich war ja Muttertag, wir waren bei Oma zum Spargelessen eingeladen und wählen durften wir auch noch …

Es war ein wunderschönes Wochenende in einer Region, die wir so noch nicht kannten, die uns aber tatsächlich begeistert hat. Herzlichen Dank an „das andere Holland“, das Grenzüberschreitende Projektbüro für Tourismus und an die Mediamixx Gmbh für die tolle Zeit und die perfekte Organisation der Reise.

XOXO, Christina

PS: Mehr Wochenenden in Bildern wie immer auch unter www.geborgen-wachsen.de

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s