Gekämpft und doch verloren

Liebe I.,

du hast so gekämpft und jetzt doch verloren. Dieser Scheiß-Krebs. Warum du? Ein liebevoller Mutter, Anfang 40. Deine Tochter ist so alt wie mein Sohn. Ihr habt gerade erst ein Haus gebaut. Warum du? Diese Frage darf man sich nicht stellen. Sonst verzweifelt man. Der Tod ist nicht gerecht, das Leben manchmal auch nicht.

Du warst die gute Freundin einer Freundin von mir. Wir haben uns im Rückbildungskurs kennengelernt. Du warst immer so stark und taff und wusstest, was du wolltest. Warum Krebs mit Anfang 40? Man kann es nicht fassen.

Du hast gekämpft die letzten Monate, von Chemotherapie zu Chemotherapie. So oft ging es dir schlecht, die ganzen Nebenwirkungen. Einmal hast du uns eingeladen, als es dir ein bisschen besser ging. Wir haben Kuchen mitgebracht aber du hattest an diesem Tag sogar selbst einen gebacken. Du hast weiterhin versucht stark zu sein, für dein Kind, für deinen Mann, für dich. Du hast alles gegeben.

Ich denke an dich und an deine Familie, seitdem ich erfahren habe, dass dein Herz aufgehört hat zu schlagen. Wie kann man weiterleben, wenn die eigene Frau gestorben ist? Wie erst, wenn es die eigene Mutter ist, die nicht mehr da ist und nie auch mehr wiederkommen wird? Wie kann ein kleines Kind das verstehen? Wie schafft man es, weiter zu machen?

Ich weiß es nicht, aber ich wünsche deiner Familie alle Kraft und Stärke dafür. Lass es dir gut gehen da oben. Wir behalten dich im Herzen.

C.

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