Sollen Kinder mit ins Altenheim?

Buch Oma vergiss micht nicht

Es gibt ein Thema in meiner Familie, das schon für viele Diskussionen gesorgt hat. Soll ein Kleinkind mit zu Besuch auf die Demenzstation, ja oder nein? Ich finde: ja. Mein Vater findet: nein. Jetzt gibt es sogar ein Buch, das das Thema aufgreift: „Oma, vergiss mich nicht“. Meine Oma ist 92 Jahre alt und lebt seit über zwei Jahren im Heim. Sie ist dement, freut sich aber über jeden Besuch von uns. Auch wenn sie kurz nachdem wir gegangen sind, schon wieder vergessen hat, dass wir gerade da waren. Vor allem freut sie sich, wenn ich meinen Sohn mitbringe. Doch einige in meiner Familie sagen: „Eine Demenzstation, das ist doch kein Ort für Kinder.“

Sicher, es gibt schönere Aufenthaltsorte für Kinder. Wenn ich auf der Station 4 aus dem Aufzug steige, fühlt es sich manchmal an, als betrete ich einen anderen Planeten. Den Demenz-Planeten. Bewohner sitzen im Flur auf der Couch und starren auf den Fernseher. Andere sitzen im Rollstuhl auf dem Gang und schauen ins Leere. Manche geben merkwürdige Geräusche von sich, andere scheinen völlig in sich versunken zu sein. Man sieht, riecht und spürt das Alter hier. Für die Bewohner ist es die letzte Station vor dem Ende.

Gerade deswegen ist es mir wichtig, meine Oma regelmäßig zu besuchen. Auch wenn ich es nicht so oft schaffe, wie ich es eigentlich gerne tun würde. Sie erkennt mich noch und freut sich jedes Mal. Besonders, wenn ich meinen Dreijährigen mitbringe. Dann leuchten ihre Augen, „was für ein nettes Püppchen “, sagt sie immer wieder und will ihn am liebsten direkt auf den Schoß nehmen. Wir bleiben meist nicht länger als 20 Minuten. Diese Zeitspanne reicht für beide – Kind und Uroma. Sie holt dann meistens Schokolade aus dem Kühlschrank in ihrem Zimmer und freut sich, wenn mein Sohn ein Stück davon isst. Wir erzählen ein bisschen. Manchmal schauen wir Fotos an. Sie blickt auf mein Kind und strahlt.

Altwerden gehört zum Leben

Bei diesen Besuchen halte ich meinen Sohn immer gut im Blick und bisher habe ich die Erfahrung gemacht, dass es für ihn in Ordnung war. So lange ich dabei bin und er bei mir ist. Er muss nicht auf den Schoß von Uroma. Sicher hat er anfangs erstaunt auf die Bewohner im Flur geschaut, viele von ihnen geraten jedes Mal in Verzückung, wenn sie ihn sehen. Nicht jeden Tag kommt ein kleines Kind auf die Station. Ich finde, dass das Altwerden ganz klar zum Leben dazu gehört und das sollte man vor Kindern auch nicht verstecken.

Sicher man kann mit Kindern auf den Spielplatz, in den Vergnügungspark und in den Zoo gehen aber ich finde, man sollte sie vor allem am eigenen Alltag teilhaben lassen. Und wenn dazu hin ein wieder ein Besuch im Altenheim gehört, dann dürfen sie mit. Natürlich nicht stundenlang und auch nicht jede Woche, aber ab und zu schon.

Mein Vater zum Beispiel sieht das ganz anders. Er findet, eine Demenzstation sei kein geeigneter Ort für ein Kleinkind und er geht mit meinem Sohn dort nicht mehr hin. Auch wenn ich dabei bin nicht. Letztes Jahr Ostern hatte ich vorgeschlagen, dass wir Oma alle zusammen besuchen. Es endete damit, dass ich alleine zum Heim gefahren bin und dort in der Cafeteria mit ihr Kaffee getrunken habe während mein Sohn mit meinem Mann bei meinen Eltern war. Absurd, oder?

Wenn er nicht will, dann gehen wir auch nicht

Meiner Vater beharrt auf seiner Meinung, seit er vor etwa einem Jahr einmal mit meinem Sohn allein im Heim war. Er, damals noch zwei, habe sich auf der Station sichtlich unwohl gefühlt und zu meinem Vater gesagt, er wolle nach Hause. Das kann ich verstehen, denke aber, dass es hauptsächlich daran gelegen hat, dass ich oder mein Mann in dieser für ihn noch ungewohnten Situation nicht dabei waren. Seine engen Bezugspersonen haben gefehlt. Mein Vater hat damals die richtige Entscheidung getroffen und ist gegangen und ich habe entschieden, dass mein Kind nur noch ins Heim geht, wenn ich dabei bin. Unsere gemeinsamen Besuche liefen bisher problemlos. Und wenn mein Sohn an einem Nachmittag sagt, er mag nicht zur Oma, dann gehen wir auch nicht. Ist auch schon vorgekommen.

Ich akzeptiere die Meinung meines Vaters und inzwischen reden wir auch nicht mehr groß darüber. Schade finde ich es trotzdem.

Mir liegt das Thema so am Herzen weil es ein emotionales ist und weil es auch ein Stück weit unsere Gesellschaft spiegelt. Tod und Alter werden bei uns ausgesourct, verdrängt, aus dem Bewusstsein gerückt. Deshalb finde ich es umso wichtiger, dass Kinder von klein auf lernen, sich damit zu befassen, weil es letztendlich der Lauf des Lebens ist. Und der bedeutet nicht nur Sonnenschein. Wir alle werden älter, und wer weiß schon, wie es uns selbst in ein paar Jahren geht.

Demenzkranke und Kleinkinder sind sich übrigens in mancher Hinsicht ziemlich ähnlich. Beide leben im Moment, können sich über kleine Dinge freuen, tragen Windeln, sind manchmal stur und trotzig und brauchen Körperkontakt. Ein neues Buch, das das Thema gut aufgreift heißt „Oma vergiss mich nicht“ von Jessica Shepherd aus dem Brunnen-Verlag.

Bilderbuch zum Thema Demenz

Darin geht es um Oskar und seine demente Oma, die ins Heim zieht. Das Buch ist hübsch illustriert und die Geschichte sehr lebensnah. Geschrieben ist sie aus Oskars Sicht, zum Beispiel steht da: „Oma erzählt gerne Geschichten von damals, als sie klein war. Ich kann die meisten schon auswendig. Das ist praktisch, weil ich helfen kann, wenn sie nicht weiterweiß.“

Die Buchempfehlung lautet ab 5 Jahre, aber das Buch ist so gestaltet, dass es auch schon für Vierjährige oder sogar Dreijährige Sinn macht, finde ich. Im Anhang sind noch ein paar Tipps aufgelistet unter der Überschrift „Wenn Oma durcheinander ist“. Da steht dann unter anderem: „Du weißt nie, was dich erwartet, wenn du deine demente Oma oder deinen dementen Opa besuchst. So ein Besuch ist nicht immer leicht für dich, aber ist es wichtig, dass du kommst – auch wenn es nur kurz ist.“

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15 Gedanken zu “Sollen Kinder mit ins Altenheim?

  1. Liebe Christina, ein wunderbarer Text! Ich finde es fatal, wenn man die Themen Krankheit, Alter und Tod bei Kindern ausklammert. Deshalb plädiere ich auch immer dafür, Kinder bei Bestattungen mitzunehmen. Sie können dann viel besser mit ihrer Trauer umgehen. Vielen Dank für den Beitrag und den tollen Buchtipi! Herzliche Grüße, Uta

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  2. Danke für den Text. Das Thema ist auch für mich gerade ein wichtiges. Meine Oma ist vor kurzem gestorben, davor hat sie mehrere Jahre im Pflegeheim verbracht und wurde von uns regelmäßig dort besucht. Auch mit Kind. Mit zunehmendem Alter des Kindes wurde es übrigens schwieriger, weil dem Kind das Tragische der Situation immer stàrker bewusst wurde und es dann schon öfter mal nicht mitwollte. Als es der Oma dann immer schlechter ging, haben wir auch mit uns gehadert, ob wir das Kind mit zum Krankenbesuch mitnehmen oder ob das zuviel ist. Letzten Endes bin ich froh, dass wir sie doch ein paar mal mitgenommen haben. Der letzte Besuch war nur sehr kurz, weil es der Oma so schlecht ging. Aber meine Tochter hat mich beeindruckt: Sie hat die Oma umarmt, ihr aufmunternd zugelächelt, die Oma hat sich gefreut, sie noch einmal sehen. Ich bin sehr stolz auf meine Tochter, dass sie in dieser Situation so stark war.

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    • Danke für deinen Kommentar. Ja, ich kann mir vorstellen, dass es mit dem Besuchen immer schwieriger wird, je älter die Kinder werden. Toll, wie ihr das in eurer Familie hingekriegt habt. Und Hut ab vor deiner Tochter. Das war bestimmt keine einfache Situation. Von Kindern kann man oft viel lernen. Lg, Christina

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  3. Hallo!
    Ich kann die Argumentationen für den Besuch sehr gut verstehen. Ich schone meinen Sohn auch nicht vor den Themen Alter, Tod, Demenz usw. Das gehört dazu und das muss man nicht verheimlichen. Ich habe meine Großeltern mit meinem Kind auch zweimal im Seniorendomizil besucht. Heute mache ich das nicht mehr und zwar aus verschiedenen Gründen. Besonders die hygienischen Umstände halten mich davon ab. Der Hauptpunkt ist, dass meine beiden Großelter, die zusammen in einem Doppelzimmer wohnen stark inkontinent sind, sich regelmäßig einkoten und -urinieren und das auf Sesseln, Stühlen, den Fußboden und die Betten. Trotz Windeln und Vorlagen geht einiges daneben. Es wird zwar sauber gemacht aber im Stoff und an den Möbeln bleibt natürlich was zurück. Meine Oma ist dement und streicht z.B. ihre benutzten Taschentücher glatt und legt sie zum trocknen auf die Stuhllehne. Beide waschen sich nicht die Hände, weder wenn sie es selber auf die Toilette geschafft haben, noch wenn sie eingemacht haben. Auch fummeln sich beide ständig in den Windeln rum und waschen sich danach auch nicht.
    Natürlich leben dort auch viele andere Senioren. Auf den Fluren riecht es immer nach Urin und anderem und ich habe auch schon Menschen dort gesehen, die ihren Dünnpfiff auf dem Flur verteilt haben, weil es ihnen die Beine runter lief. Oder Menschen mit offenen Beinen, die in der Cafeteria auf Stoffbezogenen Stühlen oder Sesseln saßen und die Wundflüssigkeit durch die Verbände an die Möbel gelangte.
    Also auch wenn da geputzt und sauber gemacht wird, so sind diese Umstände für mich doch ein triftiger Grund mein Kind nicht mit dort hin zu nehmen.
    Wenn ich nach meinem Besuch wieder nach Hause komme, wechsele ich meine Klamotten und wasche mich gründlich.
    Auch das Personal in der Einrichtung hat vom Besuch mit Kindern abgeraten.
    Liebe Grüße

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    • Puh, das hört sich wirklich heftig an. Bestimmt keine leichte Situation, deine beiden Großeltern so zu erleben. Wenn die Hygienebedingungen so schwierig sind, macht ein Besuch mit Kind tatsächlich keinen Sinn. Wahnsinn, was das Personal in diesen Heimen leisten muss, da habe ich wirklich Respekt vor. Dir wünsche ich für deine zukünftigen Besuche viel Kraft. Taschentücher zum Trocknen aufhängen – ja, das könnte meine Oma bestimmt auch 🙂

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      • Es ist jetzt schon länger her, dass ich hier geschrieben habe… Die Situation meiner Großeltern hat sich wenig gebessert. Leider ist meine Großmutter mittlerweile extrem aggressiv geworden. Meine Mutter besucht sie dennoch regelmäßig 2 mal die Woche. Oma und Opa leben gemeinsam in einem großen schönen Zimmer zusammen und sind nicht einsam im engeren Sinne. Heute wollte ich erzählen, was meiner Freundin passiert ist. Sie hat ihre Mutter (78) in der Pflegeeinrichtung besucht als sie im 2. Monat schwanger war. Leider hat sie sich dort mit einem Virus infiziert und musste ihr Kind vor ein paar Wochen im 7. Monat still gebähren. Man muss genau abwägen. Das ist so schwierig! Ich würde meinen Sohn gerne mit zu seinen Urgroßeltern nehmen aber ich kann das nicht verantworten. In meinem ersten Kommentar habe ich auch geschildert, warum. Die Umstände haben sich auch weiter verschlechtert. Bei aller Liebe und Zuneigung muss man manchmal eben doch genauer abwägen was ok ist und was nicht. Grundsätzlich bin ich für eine generationsübergreifende Lebensweise und den realen Umgang mit Alter, Krankheit und Tod aber manchmal muss man auch abwägen.

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      • Danke Mimi für deine Einschätzung. Als mein Sohn kleiner war, war ich auch skeptisch wegen der Ansteckungsgefahr im Heim. Ich kann verstehen, dass du deinen Sohn nicht mitnimmst und finde das völlig ok. Das kann nur jeder selbst entscheiden und verantworten wie du schreibst. Macht ja auch keinen Sinn, wenn er spürt, dass du bei seinem Besuch kein gutes Gefühl hast. Ich sehe es wie du, man muss abwägen, es kommt immer auf die konkreten Umstände an. Das was deiner Freundin passiert ist, tut mir sehr leid. Herzliche Grüße, Christina

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  4. Sehe die Sache sehr ähnlich. Alter, Gebrechlichkeit, ja gar der Tod gehören zum Leben dazu. Warum sollte man den Kindern so etwas vorenthalten? Die Oma meines Mannes lebt nun schon ein paar Jahre in einem Pflegeheim und wir haben sie dort auch gelegentlich besucht. Nie sehr lang, weil es auf Dauer zu viel Trubel für sie wäre, aber sie hat die kurzen Besuche immer genossen. Vor ein paar Tagen waren wir wieder da, da sie nun scheinbar nicht mehr lange im Leben verweilen wird, damit sie die Kinder noch einmal sieht und die Kinder Abschied nehmen können.

    Traurigerweise hat uns hinterher ausgerechnet das Heimpersonal durch einen Angehörigen zu verstehen gegeben, dass das unzumutbar wäre und nicht gewünscht ist. Man könne der Oma den Besuch der Kinder – der sehr kurz war – nicht mehr zumuten. Die hat sich aber gefreut, den Kindern gewunken und gelacht. So wach ist sie nur noch sehr selten. Wirklich schimm ist, dass die dort Hausrecht haben. Wenn die Oma nun doch noch eine Weile so lebt, müssen wir mit den Kindern halt einfach draußen bleiben? Finde ich ganz furchtbar. Und wir dachten, die Oma ist in einem Pflegeheim und nicht in einem Knast. Niemand kann sagen, ob sie heute stirbt, oder vielleicht auch in ein paar Wochen noch vor sich hin vegetiert. Eigentlich hatten wir noch weitere Besuche dort geplant, falls uns die der Tod der Oma nicht verwehrt.

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    • Das ist ja heftig. Das Heimpersonal hat es euch durch einen Angehörigen mitgeteilt? Also noch nicht einmal selbst? Sehr merkwürdig. Und sehr schade. Vor allem, da eure Oma auch noch gelacht und sich über den Besuch der Kinder gefreut hat. Wir waren vor ein paar Tagen auch wieder bei meiner Oma. Sie ist 93 geworden und wir sind mit ihr im Rollstuhl in ein Eiscafe gegangen. Mein Vierjähriger war auch dabei, es hat wunderbar geklappt. Er hat ihr sogar gesagt: „Wenn du magst, kannst du mit meinen Playmobilfiguren spielen“ 🙂 Und auf dem Rückweg zum Heim haben sich beide eine Zeitlang an der Hand gehalten. Sie im Rollstuhl, er lief daneben. Alt und jung. Ich hatte einen Kloß im Hals, so rührend war das. Es ist traurig, dass wir in unserer Gesellschaft die Alten so sehr vom Leben ausschließen. Sicher, in manchen Fällen geht es vielleicht nicht anders, aber oft geht doch mehr als man zunächst denkt. Ich wünsche euch für eure nächsten Besuche im Heim viel Kraft. Und für eure Oma alles Gute. Herzliche Grüße, Christina

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      • Ja, wurde uns dann nur ausgerichtet. Obwohl man uns hat reingehen sehen. Man hätte also direkt mit uns sprechen können. Hat man aber nicht. Lieber hinterm Rücken dann ankommen.

        Natürlich ist uns klar, dass der Zustand der Oma keine Dauerbesuche zulässt. die Kinder werden in dem kleinen Raum ja schnell unruhig. Wir waren daher aber auch nicht lange da. Im Höchstfall eine Viertelstunde. Da sie nur noch im Bett liegt, ist weggehen keine Option.

        Ob es für uns überhaupt noch nächste Besuche geben wird ist unklar, da sie im Sterben liegt. Aber warum spielt man sich da so auf, es wäre zu viel Stress? Sie hat sich ganz offensichtlich gefreut und warum sollte sie nicht noch einmal ihre Urenkel sehen …

        Schlimm finde ich, wie sehr da die Einrichtung im Recht ist. Die Frau kann nicht mehr reden, aber wenn die weitere Besuche der Urenkel untersagen müsste die Oma sagen sie wünscht den, oder wir schauen in die Röhre. So etwas ist unmöglich. Die Frau ist nicht in einem Knast. Es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, solchen Besuch ohne Wenn und Aber empfangen zu dürfen, solange man auf das Befinden der Oma achtet und ihn nicht unnötig ausdehnt. Es ist ja nicht so, dass wir uns da hätten aufgezwungen und die Oma sich sichtlich unwohl gefühlt hätte. Wir sind ja dann direkt gegangen, als sie wieder die Augen geschlossen hatte und erschöpft war. Sie hat halt nicht mehr die Kraft. Aber so ist sie auch, wenn keine Kinder zu Besuch sind. Sie schläft auch nach kurzer Zeit wieder ein, wenn eines ihrer erwachsenen Kinder kommt.

        In sozialer Hinsicht müssen wir in Deutschland definitiv noch sehr viel nachbessern. Egal ob Kindergärten, Schulen oder Altenheime … da gibt es teilweise böse Schieflagen. Aber da du auch Mama bist, kannst du sicher ein Lied davon singen.

        Ich hoffe euch bleiben noch einige schöne Jahre mit eurer Oma. Wie schön, wenn sie noch so rüstig ist und ihr etwas unternehmen könnt. Das ist so schön für die Kinder. Dein offener Umgang damit ist absolut super. Alter gehört zum Leben dazu und ich finde auch für Kinder sollte nicht alles nur eitel Sonnenschein sein. Kinder kommen meiner Erfahrung nach sehr gut mit Themen wie Alter, Tod und Gebrechlichkeit klar. Umso schöner, wenn man es ihnen ordentlich vermittelt, statt einfach einen auf rosa Ponyhof zu machen. Es ist so schön, wenn Kinder ganz ungezwungen und natürlich mit ihren alten Großeltern oder Urgroßeltern umgehen können und da keine Berührungsängste haben. Natürlich muss man erklären warum die Oma so „komisch“ ist, aber ich finde ein offener Umgang damit ist ein großer Gewinn für alle. Kinder sieht man in Altenheimen leider viel zu selten. Merkt man auch, wie sehr sich dann auf Station alle über solchen Besuch freuen.

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      • Das stimmt. Immer wenn ich mit meinem Sohn auf die Demenzstation komme, geht in den Gesichtern der Bewohner die Sonne auf. Wir bleiben meist auch nie länger als 20 Minuten, aber die Hauptsache ist doch, sie freut sich. Und das merkt man absolut. Auch wenn sie unseren Besuch wahrscheinlich schon wieder vergessen hat, sobald wir durch die Tür sind. Schade, dass das Personal in eurer Einrichtung das alles anders sieht. Das ist bestimmt schwer zu ertragen für euch. Herzliche Grüße, Christina

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  5. Pingback: Grenzen setzen, wie ging das nochmal? | mamachillt

  6. Ein großartiger Bericht, der mir aus der Seele spricht und meine eigenen Erfahrungen bestätigt. Ich nehme meine heute 18 Monate alte Tochter immer mit zur Oma auf die Lindenallee, so heißt die Demenzstation des Pflegeheims. Meine Mutter ist jedes Mal glücklich, sie zu sehen und unsere Liebe zu spüren.

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